Kónyai Flórián

Violine – Vizepräsident

Pannon-Porträt

Ein vielseitiger Violinist, dessen musikalischer Weg von Klassik, Jazz und populärer Musik ebenso geprägt ist wie von der Klangwelt des Balkans. Er tritt regelmäßig auf nationalen und internationalen Bühnen sowie in Theater- und Konzertproduktionen auf. Im Pannon Cigányzenekar spielt er in der ersten Violinstimme und ist zugleich Vizepräsident des Orchesters.

Künstlerischer Werdegang

Für den Violinisten Kónyai Flórián ist Musik weit mehr als ein Beruf: Sie ist eine Lebensform und eine künstlerische Berufung, die seinen gesamten Werdegang prägt. Neben technischem Können stehen in seinem Spiel vor allem Emotionalität, Aufrichtigkeit und die besondere Fähigkeit im Mittelpunkt, durch Musik eine Verbindung zwischen Menschen zu schaffen.

Seine künstlerische Laufbahn ist außergewöhnlich vielseitig. Neben der klassischen Musik ist er auch im Jazz, in der populären Musik sowie in der Welt der Balkan- und mitteleuropäischen Musiktraditionen zu Hause. Als Mitwirkender zahlreicher nationaler und internationaler Produktionen führten ihn seine Auftritte neben vielen europäischen Ländern auch nach Japan und China.

Seit vielen Jahren verbindet ihn eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit der ungarischen Band Punnany Massif. Mit ihr stand er unter anderem im Béla-Bartók-Nationalen Konzertsaal des Müpa Budapest auf der Bühne. Im klassischen Bereich arbeitete er mit dem Frankfurter Rundfunkorchester zusammen, seine jazzorientierte Seite zeigt er unter anderem in der Formation Váradi Style. Auch die Welt des Balkan Folk Fusion nimmt einen wichtigen Platz in seinem musikalischen Schaffen ein.

Eine besondere Beziehung verbindet Kónyai Flórián zudem mit dem Theater. Am Petőfi-Theater in Sopron wirkte er als Violinist in zahlreichen musikalischen Produktionen mit. Darüber hinaus ist er Mitglied der Local Vintage Company und war auch als Gast der Petőfi Band zu erleben.

Auch die Literatur und insbesondere die Lyrik spielen in seinem künstlerischen Denken eine wichtige Rolle. Er schreibt selbst Gedichte und beteiligt sich an Produktionen, in denen Musik und Literatur miteinander verschmelzen. Für ihn liegt die besondere Kraft der Kunst darin, Kulturen und Menschen miteinander zu verbinden und Gefühle und Gedanken auszudrücken, für die Worte allein oft nicht ausreichen.

Im Pannon Cigányzenekar verstärkt er die erste Violinstimme und übernimmt zugleich als Vizepräsident des Orchesters Verantwortung in dessen Leitung. Sowohl als Musiker als auch als Mitglied des Vorstands setzt er sich für die Bewahrung und Weitergabe musikalischer Traditionen ein und bleibt zugleich offen für neue künstlerische Begegnungen und den Dialog zwischen unterschiedlichen Musikwelten.

Beim Pannon Cigányzenekar

Im Pannon Cigányzenekar spiele ich in der ersten Violinstimme und wirke zugleich als Vizepräsident an der Arbeit der Orchesterleitung mit. Mir ist wichtig, dass wir neben höchstem musikalischem Anspruch gemeinsam daran arbeiten, die Werte der ungarischen Roma-Musik zu bewahren, an kommende Generationen weiterzugeben und würdig zu vertreten.

Was nur wenige über mich wissen

Neben der Musik liegt mir auch die Poesie sehr am Herzen – ich schreibe selbst Gedichte. Ich glaube, dass Musik und Lyrik zwei unterschiedliche Sprachen derselben inneren Welt sind. Beide ermöglichen es mir, Gefühle und Gedanken auszudrücken, für die alltägliche Worte manchmal nicht ausreichen.